Ein Weinglas im Restaurant eignet sich auch als Stativ für Langzeitbelichtungen. Delirische Musterverschiebungen sind das Ergebnis, ebenso doppelte Münder und zweifach geballte Fäuste. Das einzig scharfe: Engelshaar von nebenan. Grünliche Vignettierungen schiebe ich aufs Objektiv. So!
Birnen
Bushalt
26° im April. Ein einziger Tag Sommer im Frühling. Die Gegend: eine Mischung aus gutbürgerlich und leicht schon abgründig. Die Bushaltestelle einer Grundschule, welche das genaue Gegenteil vom Äußeren ihrer Bushaltestelle ist. Wer nicht taggt, war nicht da. Volles Gegenlicht, in den Lichtern farblich verzogen.
Pfirsiche
Der Staub der zur Zeit der Aufnahme noch nicht geputzten Fensterscheiben
rauht die Spiegelbilder auf, was schön ausschaut. Nicht, dass ich Schlamperei
im Haushalt das Wort reden will, dennoch gebe ich zu bedenken, dass durch
zu schnelles Aufräumen und Putzen so manche visuelle Sensation übersehen wird ,
oder sich gar nicht erst herausbilden kann, wie zum Beispiel das Schillern der Oberfläche von Tee, den auszutrinken man vergessen hat.
Uhrwerkorange
Beim Kölner Freund zum Frühstück. Nach langem schönem Dreier-Streitgespräch zu seiner Kunst. Nach späten Spaghetti Vongole und vielen guten Weinen. Alles auf grünorange. Die große Orange vorne rechts ist übrigens ein Bröchen (vulgo: Semmel).
Hab ich schon gesagt, dass ich Überstrahlungen liebe? Und Unschärfen?? Und Tische???
Gib mir die Kirsche
Rauhputz
Gründerzeit
Schmiegen
Anakin
Das fällt mir leicht: Menschen abbilden, die man nicht erkennen kann. Ist ja auch der Sinn des Ganzen, am Karnevals-Sonntag. Eindrucksvoller junger Krieger mit späterer Böse-Biografie als Ausatmer. Ich habe das Bild vorab schonmal woanders gezeigt, das sei aber bittschön verziehen – hier ist es 300 px breiter :-)











