Die Wahrheit ist immer gelb
So gelb der Ahorn ins Zimmer scheint
Als ich einmal im Kieler Hbf. etwas verwirrt war
Vom Verschnaufen 056

Nun ist das „Tal-Projekt“ vorläufig abgeschlossen. Die Zwerchfellatmung, dank des
Trompetenunterrichts, gelingt mir offenbar auch sonst.
Vom Verschnaufen 055
Vom Verschnaufen 054
Vom Verschnaufen 053
Vom Verschnaufen 052
Glasur reloaded, mit Rilke
Daß von dem verzichtenden Gesichte
keiner ihrer großen Schmerzen fiele,
trägt sie langsam durch die Trauerspiele
ihrer Züge schönen welken Strauß,
wild gebunden und schon beinah lose;
manchmal fällt, wie eine Tuberose,
ein verlornes Lächeln müd heraus.
Und sie geht gelassen drüber hin,
müde, mit den schönen blinden Händen,
welche wissen, daß sie es nicht fänden, –
und sie sagt Erdichtetes, darin
Schicksal schwankt, gewolltes, irgendeines,
und sie giebt ihm ihrer Seele Sinn,
daß es ausbricht wie ein Ungemeines:
wie das Schreien eines Steines –
und sie läßt, mit hochgehobnem Kinn,
alle diese Worte wieder fallen,
ohne bleibend; denn nicht eins von allen
ist der wehen Wirklichkeit gemäß,
ihrem einzigen Eigentum,
das sie, wie ein fußloses Gefäß,
halten muß, hoch über ihren Ruhm
und den Gang der Abende hinaus.
Aus: Der neuen Gedichte anderer Teil








