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Architektur Außen Christoph

Neobarock

Auf dem Gelände der Universitätsklinik an der Ziemssenstraße
steht ein Wasserstoffbehälter, dessen Einfriedung im Gründerzeit-Stil
sich sehr lässig zeichenhaft verschränkt mit dem schneckenförmig
ausgearbeiteten L des Gasbereitstellers.

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Architektur Außen Peter P.

Elbmusik

Das noch aus Hamburg: Wenn man auf einer der hochgelegenen Fußgängerbrücken durch die Speicherstadt läuft, kann man vom Ende eines unauffälligen Wegteils plötzlich und halb von hinten den Neubau der Elbphilharmonie sehen. Noch im Bau, steht sie hübsch anzusehen rum, ist anfechtbar und behauptet sich doch durch Größe und Eleganz – selbst aus diesem Blickwinkel heraus. Der Himmel spielte mit und stellte die Computergrafiken nach, die von ihm hinter diesem Gebäudeentwurf seit Jahren existieren. So ging also alles gut. Bin gespannt auf den Materialgegensatz von Glas- und Backsteinfassade, wenn demnächst irgendwann mal der untere Teil des Gebäudes ausgepackt wird.

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Architektur Außen Peter P.

Spiegel im Spiegel

Ein Innenhof (nicht ganz innen, eher ein Eckhof, also ein Hof, umgeben von zwei Gebäudewänden, zu den anderen beiden Seiten offen) … jetzt hab ich den Faden verloren, also nochmal neu: Ein Eckhof des Hamburger SPIEGEL-Gebäudes. Trostlosigkeit an Waschbeton. Seltsame Ankett-Hilfen liegen hell auf den Betonplatten. Ein beliebig stehengelassener Fahrradständer sagt in korrekter Typografie: UMWELTBEWUSST. Na, wenigstens was. Die ebenfalls einsehbare Kantine in der immer-noch-Gestaltung von Verner Panton hingegen variierte sehr anachronistisch zwischen Waldbeere, Abendrot und Orangenschalen, blieb jedoch unfotografierbar – für mich.
Ach ja: Ich habe stürzende Linien durch PS-Manipulationen abgefangen. Erlaubte Hilfsmaßnahme?

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Allgemein

Bypass

Bleiben wir noch eine Weile bei den Wänden des Blocks, in dem ich wohne.
Man beachte die Abstufungen von rosa. Gegenüber entsteht ein Sozialzentrum.

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Allgemein

Butterbreze

Wie ein Bettlerzinken, ein Hinweis für Eingeweihte, liegt die halbe Butterbreze auf dem Sockelvorsprung neben unserem Hauseingang.

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Innen Peter P.

Stunde Blau

Ich muss gleich mal vorwarnen. Eine meiner Lieblings-Bildserien beschäftigt sich mit: Tischflächen. Ich habe mich verliebt in die enge Fokussierung, in das Stilleben all der Dinge, die herumstehen und -liegen, während wir gemeinsam sitzen, essen, palavern. Davon wird’s also eine Menge zu sehen geben in den nächsten Wochen und Monaten. Und manchmal ist das schärfste auf den Bildern dann halt ’ne Zuckerdose. Die Werbung in diesem Motiv ist unbeabsichtigt, gleichwohl gerechtfertigt.

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Allgemein

Oktoberfest

Eine Kaskade von Zeichen, die sich vom erhaben-mittigen Paulaner-Schild
über die fast symmetrisch angeordneten, gebrannte Mandeln bewerbenden
Wimpel in eine locker-rhythmische Folge von andere Spezereien anzeigenden Aufklebern ergiesst. Zentral wirbt ein Spucki für eine Ü-Ei-Börse.

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Allgemein Außen Peter P.

Karnevalsende

Was vom Karnevalsumzug übrig blieb, ist mindestens so vielfältig und überfordernd wie all die anderen Zeichen und Typografien und Graffiti drum herum. Soviel Konfetti wiederum kann gar nicht sein, dass die rechtwinklig aufeinandertreffenden Schilder sich nicht doch noch durchsetzen. Dursty und Karneval geht prima zusammen. Was mir sehr gefällt: Wie schön brav alle Linien in der gleichen Flucht stehen an diesem strahlend azurblauen Karnevals-Sonntag.

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Allgemein

Pappbecher

Hinter der Bretterwand ist ein seit vielen Jahren
geschlossenes Freibad namens Floriansmühle, das vom
aus dem Englischen Garten kommenden Eisbach gespeist wurde.
Auf dem Weg von der U-Bahn zur Arbeit muss ich daran vorbei.

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Außen blau Peter P.

Überwintern

Auf dem Rückweg von einem Kundentermin kam ich an einem der ältesten italienischen Restaurants der Stadt vorbei. Den Vorgarten zierte schon so ziemlich alles: eine gepflasterte Terasse, ein aus Styropor nachgebauter Fontana die Trevi (in nahezu 100% Abbildungsgröße), ein begrünter kleiner Park … Momentan befindet sich vor der Gebäudefront eine aufgeständerte, etwa brusthohe Holzterasse, auf der im Winter die Stühle und Tische .. nun ja: überwintern. Ich hab’s fotografiert – und unsere Auszubildende hat sich gewundert, dass ich so oft eine Kamera dabei habe.