Mit einer 28er Brennweite das Bild zu füllen ist nicht so einfach. Hier aber kam einiges zusammen auf der Theaterbühne, die durch eine Toreinfahrt begrenzt war. Spielort war Riva am Gardasee.
San Antonio
Da hat sich der Fußmarsch bergauf in Begleitung der Tochter gelohnt, denn in den Haarnadelkurven man kann mit dem Auto nicht einfach anhalten, um ein Bild zu machen. Am Straßenrand entlang gehend hat man die Muße darauf zu achten, dass das Kreuz auf dem Glockenturm noch im Format sitzt, ebenso der Fensterbogen unten im Anschnitt.
Memento dingsbums
Ein überhängendes Fronleichnamsmotiv ist dies.Mein Spaziergang führte mich wie so oft zum Abschluss über den alten katholischen Friedhof. Dabei sprang nicht nur die ein oder andere schöne Motivreihe-Idee raus, sondern auch dieses postkartenständerwürdige Putt-Putt-Putt-Motiv. Das Engelchen ist etwas nachgeschärft von wegen der Bildkonzentration.
Spiegelei
Fronleichnam
Idyllidyllidyll
himmelhochjauchzend
Und gleichzeitig zutodebetrübt ist hier das Wetter – und das Gesicht, dass man dazu machen könnte. Die linke Straßenseite ist rund um die Uhr dunkel und ungemütlich. Rechts steht noch die Abendsonne auf den Scheiben. Gottseidank hat Gott sein Dosentelefon zwischen den Fassaden gespannt. Gewaltfreie Kommunikation bleibt möglich. Zum Trost erscheint auch noch der Wetterhahn der örtlichen Großkirche.
Trauriger schönsein
Schöner trauern
Taubensicht
Als mich neulich im Eiscafé die Tauben wieder einmal sehr störten, bat ich im Sinne der Artenverständigung einer ihrer Vertreterinnen darum, mir ein Bild ihrer ganz eigenen Sicht auf die Welt zu machen. Ich reichte ihr die Kamera, sie gewöhnte sich schnell an die umständliche Bedienung, und schon bald konnte ich sehen, wie sich die Welt für Tauben darstellt. Nun habe ich ein wenig mehr Verständnis. Die Welt ist ein Gestrüpp von Beinen, und wenn ich so leben müsste, würde ich ebenfalls nervös zuckend, tapsend und wackelnd herumirren.









